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JCF Aachen - Jahresbericht 2020

Trotz eines außergewöhnlichen Corona-Jahres, in dem viele Präsens-Veranstaltungen abgesagt wurden, kann das JCF Aachen auf viele erfolgreiche Online-Formate zurückschauen. Sehr positiv war dabei, dass sich die Reichweite mit solchen digitalen Veranstaltungen nicht nur auf das Regionalforum beschränkt hat und so mehr Teilnehmende in ganz Deutschland erreicht werden konnten.

 

Noch vor dem Beginn der Pandemie fand Mitte Januar an der RWTH Aachen der „Tag der Chemie“ und im Anschluss die Chemie-Absolventenfeier statt. Hierfür organisierte das JCF Aachen den Festvortrag, für den in diesem Jahr Frau Dr. Birgit Rehlender von der Stiftung Warentest gewonnen werden konnte. Hierbei konnten die über 300 Gäste mit dem Vortragsthema "Von Alkohol bis Zucker - Chemie bei der Stiftung Warentest"vieles Interessantes die Arbeit als promovierte Lebensmittelchemikerin erfahren. Ende Januar stellten dann Dr. Adam Franz, Dr. Heike Döring, Dr. Christoph Schulte und Dr. Sebastian Klahm im Rahmen des BASF-Nachmittags die vielfältigen Karrieremöglichkeiten beim Konzern vor. In der gleichen Woche fand dann auch noch eine weitere Veranstaltung der Reihe „JCF hilft“ statt, in denen den Studierenden gezeigt wurde, wie man mit LaTeX umgeht und wie gut formatierte Protokolle schnell erstellt werden können. 

 

Für Mai war als weitere Präsenz-Veranstaltung ein Berufsinformationsabend in Kooperation mit dem VAA geplant, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte. Um jedoch auch weiterhin während des Corona-Jahres Veranstaltungen anbieten zu können, wurde diese dann digital durchgeführt. Hierbei konnte ein Überblick über die Arbeit des GDCh-Karriereservice und über den Ablauf eines Bewerbungsverfahren gegebenen werden. Auch wurden den Teilnehmenden wertvolle Tipps und Tricks für ihr eigene Bewerbung gegeben.

 

Eigentlich sollte im Frühjahr eine Exkursion zum ALTANA-Werk nach Wesel stattfinden, die natürlich ebenfalls verschoben werden musste. Als Überbrückung bis zum Nachholtermin veranstaltete das JungChemikerForum Aachen in Zusammenarbeit mit ALTANA einen Online-Vortrag. Hierbei erfuhren die Teilnehmenden durch die ALTANA-MitarbeiterInnen viel über deren Arbeitswelt. Zum Beispiel wurde vorgestellt wie Innovationen bei ALTANA gefördert und neue Ideen in die Realität umgesetzt werden. In interessanten Vorträgen ging es unter anderem darum, wie das Rheologieverhalten von Wandfarben mit Additiven gezielt gesteuert werden kann. Auch wurde vorgestellt wie neuartige Technologien in der Biotechnologie etabliert und biobasierte Substanzen wie Enzyme eingesetzt werden.

In der anschließenden Diskussionsrunde gab es einen offenen Austausch zwischen den Studierenden/Doktoranden und den MitarbeiterInnen von ALTANA. Hier wurde beispielsweise über die Einstiegsmöglichkeiten als Chemiker und Biotechnologen bei ALTANA diskutiert.

Im September wurden in einer kleinen Online-Veranstaltungsreihe „Chemie und Gründen“ das Start-Up MedicalMagnesium eingeladen, die sich mit bioabsorbierbaren Magnesium-Implantaten beschäftigen. Der Co-Founder Kilian Reuß gab den Teilnehmern einen spannenden Einblick in den Prozess von der Idee bis hin zu den ersten Produkten. In einer zweiten Veranstaltung sollte dann beleuchtet werden, wie der Weg von einer Forschungsidee hin zu einem marktreifen Produkt beschleunigt werden kann. An der RWTH Aachen wurde hierfür der Inkubator QuinCAT in das Leben gerufen, der die Hürden auf diesem Weg verringern soll. Der Leiter des QuinCat Florian Krebs stellte hierfür die finanziellen Förderungswege sowie die modernen Labor- und Büroflächen vor, damit aus Ideen reale Produkte und Prozesse entwickelt werden können.

Jedes Jahr zu Beginn des Wintersemesters veranstaltet das JCF Aachen sogenannte „JCF- hilft“-Workshops. In der Veranstaltung „JCF hilft: Wie schreibe ich eine Protokoll?“ wurden Erstsemester unter anderem darüber informiert, wie ein Versuchsprotokoll aufgebaut ist und wie Versuchsergebnisse sinnvoll diskutiert werden. Bei dieser Veranstaltung führte ein Online-Format dazu, dass sogar die Grenze von 100 Teilnehmer überschritten wurde und so der Großteil der Erstsemester erreicht werden konnte. Auch wurden Studierenden aus unterschiedlichen Semestern in einem neuen Workshop „JCF hilft: Toolbox eines Chemikers“ unterschiedliche Programme zur Versuchsvorbereitung bzw. -auswertung wie ChemDraw, unterschiedliche Chemie-Datenbanken, Citavi, Reaxys und Scifinder vorgestellt.  

Eine Veranstaltung, die wir nicht nur dem JCF Aachen zuordnen wollen, ist die Vortragsreihe „Dein Chemie-Master in einer anderen Stadt“. In Kurzvorträgen stellen aktuelle Masterstudierende ihre Stadt, ihre Hochschule und ihren Studiengang sei es Chemie, Biochemie, Wirtschaftschemie oder ähnliches vor, um objektiv alle wichtigen Informationen aus erster Hand zu präsentieren. Es geht insbesondere um das Verhältnis von Theorie und Praxis, überfachliche Angebote, individuelle Wahlmöglichkeiten sowie Aufnahmekriterien. Außerdem geben wir einen Einblick in die Wohnsituation, die Infrastruktur der Stadt und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Über 20 Hochschulen haben wir so schon in diesem Jahr vorgestellt und im Januar geht die Veranstaltung in die Verlängerung mit weiteren Standorten und spannenden Vorträgen. Und falls man mal einen Vortrag verpasst hat, kann man sich die Aufzeichnung auf unserer Webseite anschauen.

Die Idee dieser Veranstaltung ist entstanden, als uns klar wurde, dass das JCF im digitalen Raum keine regionalen Grenzen mehr hat. So konnten wir erstmals eine Veranstaltung mit bundesweitem Publikum organisieren, mit der wir die ganze Größe unseres Netzwerkes vorstellen können. Denn neben den Präsentationen, haben sich alle Vortragenden auch dazu bereit erklärt, über die Veranstaltung hinaus als Ansprechpartner für weitere Fragen zu dienen. Denn neben den Informationen aus erster Hand wollen wir zeigen, dass man mit dem JCF in fast jeder Stadt, sofort Anknüpfungspunkte findet.

 

Insgesamt kann das JCF Aachen damit auf eine viele erfolgreiche virtuelle Veranstaltungen zurückblicken, in denen die Reichweite der JCF-Veranstaltungen erhöht werden konnte und viele Studierende und Doktoranden auch in ganz Deutschland erreicht wurden. Auch möchte sich das JCF Aachen noch einmal herzlichst bei allen Vortragenden bedanken, ohne die solche interessanten und aufschlussreichen Vorträge und Workshops nicht möglich gewesen wären. Wir freuen uns auf eine viele, neue Veranstaltungen im Jahr 2021, in dem hoffentlich auch wieder Veranstaltungen in Präsens möglich sind.

 

 


Online-ALTANA-Vortrag

Am 28.07.2020 veranstaltete das JungChemikerForum Aachen in Zusammenarbeit mit ALTANA einen Online-Vortrag. Die Studierenden und Doktoranden erfuhren durch die bei ALTANA beschäftigten MitarbeiterInnen viel über deren Arbeitswelt. 

Zum Beispiel wurde vorgestellt wie Innovationen bei ALTANA gefördert und neue Ideen in die Realität umgesetzt werden. In interessanten Vorträgen ging es unter anderem darum, wie das Rheologieverhalten von Wandfarben mit Additiven gezielt gesteuert werden kann. Auch wurde vorgestellt wie neuartige Technologien in der Biotechnologie etabliert und biobasierte Substanzen wie Enzyme eingesetzt werden. 

In der anschließenden Diskussionsrunde gab es einen offenen Austausch zwischen den Studierenden/Doktoranden und den MitarbeiterInnen von ALTANA. Hier wurde beispielsweise über die Einstiegsmöglichkeiten als Chemiker und Biotechnologen bei ALTANA diskutiert. 

Wir als JungChemikerForum Aachen möchten uns bei ALTANA für die gute Zusammenarbeit bedanken. Der besondere Dank gilt Frau Dr. Tina Radespiel, Herrn Dr. Christian Schaumberg und Herrn Dr. René Nagelsdiek für die interessanten und aufschlussreichen Vorträge sowie Frau Pfister für die tolle Organisation!

Der Nachholtermin für die Exkursion nach ALTANA wird wahrscheinlich im Wintersemester 2020/2021 stattfinden. Wenn der Termin feststeht, werdet Ihr es auf unserer Website oder auf unseren Social-Media-Kanälen erfahren! Die Vorträge haben schon einmal Lust auf mehr gemacht. 

Viele Grüße

das JungChemikerForum Aachen

 


JCF Aachen – Jahresbericht 2019

Begonnen hat das Jahr mit einer Exkursion zur Aluminiumfabrik von Hydro Aluminium, bei der wir ca. 15 Teilnehmern einen exklusiven Einblick in die Aluminiumverhüttung ermöglichen konnten. Wie bei jeder Exkursion waren die Teilnehmer begeistert von den Eindrücken der realen Prozesse, die sie sonst nur aus der Vorlesung kennen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das ausgesprochene Highlight die Besichtigung der Schmelzelektrolyse-Zellen war. Der einzige Wehrmutstropfen der Exkursion: absolutes Photographie Verbot.

Im Rahmen des „Tag der Chemie“ der RWTH Aachen organisierte das JCF Aachen erneut den Highlight-Vortrag direkt vor der Absolventenfeier mit mehr als 300 Gästen. Als Sprecher konnte dieses Jahr Herr Prof. Vilgis vom MPI in Mainz gewonnen werden, der einen Vortrag über den sechsten Geschmack „Umami“ vorbereitet hatte. Leider musste Prof. Vilgis aus Krankheitsgründen kurzfristig absagen, sodass Herr Prof. de Souza sehr spontan einsprang. Wir möchten an dieser Stelle Ihm und Frau Dr. Zierhut (für Ihre Überredungskünste) noch einmal unseren Dank aussprechen, dass die beiden uns aus der Patsche geholfen haben und Herr Prof. de Souza einen sehr unterhaltsamen und allgemein verständlichen Fachvortrag aus dem Stehgreif präsentiert hat. Auch Prof. Vilgis Vortrag konnte acht Wochen später nachgeholt werden, der bei einem breiten Publikum von mehr als 50 Personen auf viel Begeisterung gestoßen ist. Vor allem seine Geschmacksproben kamen sehr gut an.

Abbildung 1: Prof. Vilgis präsentiert seine „Umami“ Geschmacksproben von Shiitake Pilzen über Hühnerbrühe zu reinem Glutamat.

Auch dieses Jahr fanden wieder „Berufsinformations-Tage“ statt bei denen ehemalige Doktoranden und Masteranden der RWTH-Aachen ihren Einstieg in das Berufsleben schilderten. In einer Sonderausgabe dieser erfolgreichen Reihe haben wir im April gesammelt fünf Angestellte der Bayer AG eingeladen, die die Vielseitigkeit der Berufswege in ihrem Konzern vorstellten. In Kombination mit unserem BIT im Spätsommer mit Gästen aus dem klassischen Laborleiter-Berufsbild, der außeruniversitären Brennstoffzellen-Forschung und dem Projektmanagement konnten wir so wieder knapp 120 Kommilitonen Zukunftsperspektiven präsentieren.

Abbildung 2: Alumni der RWTH Aachen sind stolz darauf Ihre Erfahrungen zum Berufseinstieg mit den Studierenden teilen zu können. (v.l Dr. Steinkamp, Dr. Pilaski, Dr. Baars).

 

Neu in diesem Jahr waren die internen Workshops im JCF Aachen, bei denen wir uns einen Nachmittag zusammengesetzt haben, um Themen wie effektivere Mitgliederwerbung oder verbesserte Außenpräsentation (wie z.B. Plakate und Webseite) gezielt anzupacken. 

Abbildung 3: Kristina Kaisers und Henrika Hüppe beim internen JCF Aachen Workshop.

Wie schon im letzten Jahr war die größte Veranstaltung des JCF Aachens das Herbstsprechertreffen im September, bei dem wir ca. 70 Gäste aus 26 Regionalforen bei uns in der Kaiserstadt begrüßen durften. Nach Berücksichtigung des Feedbacks aus dem letzten Jahr wurde der Bericht des alten Bundesvorstands und die Wahl des neuen Bundesvorstands auf ein zeitliches Minimum gekürzt, sodass wir der Forderung nach mehr Zeit zum Austauschen und Bearbeiten von bundesweiten Themen gerecht werden konnte. Das Programm lief von Freitagsnachmittags bis Sonntagmittags und war neben dem Sprechertreffen bestimmt von Workshops, einem Kneipenabend, einem gemeinsamen Dinner und interessanten Sponsorenvorträgen. Eines der Highlights waren die drei Workshops, in denen wir uns zur Chancengleichheit im Chemiestudium/ -promotion, zur Verbesserung des digitalen Angebots der GDCh und zur Wissenschaftskommunikation des JCF auf bundesweiter Ebene sehr konstruktiv austauschen konnten. Wir bedanken uns noch einmal ausdrücklich bei unseren Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Realisierung einer solchen Veranstaltung nicht möglich wäre.

 

Abbildung 4: Vertreter aus 26 Regionalforen beim JCF Herbstsprechertreffen 2019 in Aachen.

Auch beim GDCh Wissenschaftsforum 2019 durfte das JCF Aachen mitmischen und half Dr. Gerhartz bei der Organisation des beliebten ChemSlams. Zusammen konnte wir auch in der dritten Auflage der Veranstaltung den Besuchern des WiFo viele spannende und informative Slams präsentieren, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Beim Gesellschaftsabend konnten wir dann noch einmal durch Mitorganisation der Deko unsere persönliche Note bei der Konferenz einfließen lassen. Mit den 1000 bedruckten Printen, die wir eigens für das WiFo anfertigen ließen, konnte jeder Gast Aachens Traditionsgebäck probieren und lieben lernen. Darüber hinaus haben sich Kristina Kaisers und Eric Siemes der Aufgabe gestellt die Moderation des Abends zu übernehmen. Mit einer absolut professionellen Leistung haben die beiden das Publikum beeindruckt und bewiesen, dass die GDCh mit Ihren Jungchemikern zweifellos die nächste Generation Vollprofis bereits in Ihren Reihen hat. Danke für die Unterstützung der regionalen JungChemikerForen und danke für solche Chancen!

Abbildung 5: Mitglieder des JCF-Aachens beim Gesellschaftsabend des Wissenschaftsforums 2019.