Der Nobelpreis des Jahres 2020 im Bereich Chemie ist ohne Zweifel eine angemessene Auszeichnung für die beiden Forscherinnen, die hinter dieser Revolution stehen. Indem ihnen der Nobelpreis für Chemie verliehen wird, wird allerdings auch der Trend bestätigt, immer mehr Projekte aus der Life-Science auszuzeichnen. In einem kurzweiligen, einstündigen Vortrag auf Zoom erzählte Prof. Guillermo Restrepo von der Uni Leipzig über die Entwicklung des Chemie-Nobelpreises, ordnete Preisträger*innen der vergangenen Jahre in Kategorien ein und fragte, inwiefern Life-Science mittlerweile im Chemie-Nobelpreis verankert ist und wie die Struktur der Jury dazu beiträgt. Schließlich hätten viele revolutionäre Forschungsergebnisse der Life-Science ebenfalls mit einem Nobelpreis für Medizin bedacht werden können. Seine Einschätzung, inwiefern es sich um eine Veränderte Preiskategorie handelt oder ob sich nicht viel mehr auch die chemische Forschung verändert, kann auch in einer seiner Publikationen (erschienen vor der Bekanntgabe der Nobelpreise 2020) noch einmal nachgelesen werden.

Wir danken allen Teilnehmer*innen, freuen uns sehr über das große Interesse am Thema und haben Prof. Restrepo, der aufgrund der Pandemie nicht persönlich kommen konnte, natürlich noch ein kleines Rostocker Dankeschön postalisch zukommen lassen.

 

Mitte Juli "besuchte" uns Prof. Dr. Edmund Maser von der CAU Kiel ein weiteres Mal, diesmal jedoch den aktuellen Umständen geschuldet digital. Das Thema: "Munition im Meer". Auch in der Ostsee befinden sich noch explosive Relikte aus dem zweiten Weltkrieg, die schützende Metallschicht um den Sprengkörper herum korrodiert jedoch mit der Zeit. Prof. Maser erklärte, welche Auswirkungen das auf die Fauna im Ökosystem Meer, aber auch für den Menschen, hat, wie mit einem Bio-Monitoring die Konzentration von Sprengstoffen ermittelt und schließlich eine Risikobewertung stattfinden kann. Es war für uns der erste digitale GDCh-Vortrag, der mit über 90 Zuhörer*innen ein voller Erfolg war! Vielen Dank an alle Teilnehmer für das Interesse und die rege Diskussion im Anschluss des Vortrags und natürlich auch herzlichen Dank an Herrn Prof. Maser für eine weitere sehr gelungene Präsentation!

 

 

 

 

Aufgrund der aktuellen Situation können wir unseren Stammtisch leider nicht mehr wie gewohnt durchführen. Die Corona-Pandemie schränkt auch uns JungChemiker in unseren monatlichen Sitzungen ein. Aber deshalb unseren Stammtisch aufgeben? Niemals! Unsere Sitzungen laufen nun online über Google Meet. Sehen können wir uns also trotzdem und halten so den Austausch unter Chemikern am Leben. Wenn du Lust hast, komm doch "vorbei" und triff uns auf Google Meet! Jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr heißt es nun: online-Stammtisch des JCF Rostock. Bei Interesse, schreib' uns doch einfach eine Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder kontaktiere uns auf Facebook oder Instagram!

2020_06_03_Online-Sitzung
3. Online-Meeting des JCF Rostock

Frohes neues Jahr 2020! Zum Jahreswechsel werden einmal mehr neue Vorsätze entwickelt - und hoffentlich auch umgesetzt. Wie wäre es denn zum Beispiel damit, dem Rauchen endlich den Laufpass zu geben? Eine Pflich dem eigenen Körper gegenüber, wenn es nach Prof. Dr. Edmund Maser geht. Am 23.01. freuten wir uns über den Besuch des Institutsdirektors für Pharmakologie und Toxikologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und über seinen spannenden Vortrag über "Die Toxikologie des Tabakrauches". Von einer kurzen Einführung über die Wirkung von Nicotin ging es über zahlreiche Zusatzstoffe in Zigaretten bis zu den modernen, angepriesenen "Alternativen", den E-Zigaretten. Anschaulich und mitreißend erklärte Prof. Maser, warum weniger toxisch nicht unbedingt gesünder ist und was es mit Nebenwirkungen von weiteren Inhatsstoffen, wie dem Diacetyl und der daraus resultierenden Popcornlunge, auf sich hat. So waren wir nach diesem Vortrag nicht nur ein bisschen informierter, sondern vielleicht auch erfolgreicher mit unseren diesjährigen Vorsätzen.

Der Wissensdurst war vielerseits immer noch nicht gestillt, sodass einige Studenten noch zu einer Nachbesprechung mit Professor Maser in das "Burwitz" kamen. Mit Speis und Trank wurde es ein geselliger Abend mit vielen interessanten Geschichten aus der Welt der Toxikologie. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei Prof. Maser für den Input, der zu einer sehr gelungenen Veranstaltung geführt hat!

...und jährlich grüßt die Feuerzangenbowle! In der letzten Woche vor der verdienten Weihnachtspause war es wieder Zeit für Heinz Rühmann und einer wärmenden Feuerzangenbowle. Zuvor gab uns Dr. Stefan Oschatz einige interessante Einblicke in seine Arbeit am Institut für Biomedizinische Technik. Vielen Dank an dieser Stelle für den spannenden Kurzeinblick! Anschließend hieß es dann: entspannt zurücklehnen und den Streichen des Pfeifer zusehen - Verzeihung, Pfeiffer natürlich mit drei f!